Silberbeschichtung
Silberbeschichtete Tumorendoprothesen – ein Nachweis der antiinfektiösen Eigenschaften und Ausschluss toxischer Nebenwirkungen.
Infektionen stellen im Bereich der Tumorendoprothetik die schwerwiegendste Komplikation dar. In der Literatur finden sich Infektionsraten zwischen 5–35%. Trotz adäquater lokaler und systemischer Antibiotikaprophylaxe beträgt die Infektionsrate im eigenen Patientenkollektiv 9,6%. Gründe dafür sind u. a. die lange Operationsdauer, der ausge-dehnte Operationssitus und eine Immun-suppression durch die Chemo- und Strahlen-Therapie. Die antiinfektiösen Eigenschaften von Silber sind seit Jahrhunderten bekannt und werden z. B. bei der Desinfektion von Trinkwasser genutzt.
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Die Silberbeschichteten Tumorendoprothesen zeigten signifikant reduzierte Infektionsraten von 7% versus 47% (p<0,05, Chi-Quadrat-Test). Neutrophile Granulozyten und CRP waren in allen Fällen in der Titan Gruppe signifikant erhöht (p <0,014 und p<0,015; Man-Whitney-U Test). Die Analyse der Silberkonzentrationen im Blut und in den Organen mit der ICPMS (Inductively coupled plasma mass spectrometry) zeigten erhöhte Silberkonzentrationen in allen Kompartimenten. Der Median der Blutkonzentration betrug 1,883 ppb. In den Organen fanden sich die höchsten Konzentrationen in der Leber (16,4 -357,2 ppb) mit einem Median von 86,002 ppb. Es konnten keine pathologischen Erhöhungen der Funktionsparameter beobachtet werden (GOT, GPT, Gamma-GT, CK, Lipase, Harnstoff, Kreatinin). Weiterhin konnten am Implantatlager und in den Organen keine pathologischen Veränderungen, sowohl in der makroskopischen als auch in der mikroskopischen Aufarbeitung festgestellt werden.

